AdWords: die 3 grössten Anfängerfehler
Posted by Claudia WehrliOkt 12
Hier nun also der erste Teil der angekündigten AdWords-Serie. Wie schon erwähnt sieht AdWords zu Beginn recht einfach aus, Google macht einem das Leben mit einigen Standard-Einstellungen leicht. Meint man zumindest. Doch trotz guter Kostenkontrolle kann AdWords bald zu einer relativ kostenintensiven Werbemassnahme im Vergleich zu ihrem Nutzen werden, wenn man einige wichtige Punkte nicht beachtet. Deshalb hier die 3 grössten Anfängerfehler (die natürlich auch ich gemacht habe… ich spreche also aus leidvoller Erfahrung):
- Eure Anzeigen sind zu generell formuliert. Wenn Ihr Euren Blog oder Eure Website ganz generell über AdWords vermarkten wollt, klappt das häufig eher schlecht. Überbegriffe wie Marketing oder Projektmanagement sind meistens bereits sehr gut abgedeckt und eine Platzierung auf der ersten Ergebnisseite von Google kostet Euch ein kleines Vermögen. Besonders wenn Ihr mit Eurem Blog keine kommerziellen Ziele verfolgt und mit Werbeeinnahmen vielleicht ein paar Euro im Monat verdient, lohnt sich das unter keinen Umständen. Es ist viel einfacher einen einzelnen Beitrag oder eine einzelne Leistung ganz konkret zu bewerben. Dann habt Ihr auch die Möglichkeit, viel spezialisiertere Keywords zu verwenden. So spart Ihr Geld und Ihr bekommt erst noch “qualifiziertere” Besucher, denn die User, die auf Eure Anzeige klicken, wissen bereits im Vorfeld besser, was sie erwartet.
- Ihr lasst Google die Kosteneinstellungen machen. Google meint es ja gut, sie machen uns den Einstieg so einfach wie möglich. Aber das rentiert sich nicht. Bei meinen AdWords-Anzeigen war mit der Einstellung CPC-Gebote automatisch einstellen, um die Klickanzahl für Ihr Budget zu maximieren für die Cost-per-Click-Gebote eine Obergrenze von 2.75 Fr. (ca. 1,80 €). Eigentlich klingt die Einstellung Klickanzahl für Ihr Budget maximieren doch toll. Nur war das (auch in Verbindung mit schlechten (sprich: zu generellen) Keywords) viel zu teuer. Ihr könnt bei Google Analytics für jedes einzelne Keyword einstellen, wie hoch das maximale Gebot sein soll. Google zeigt euch in der Keyword-Übersicht jeweils auch an, wie teuer es ist, wenn Ihr mit einem bestimmten Keyword auf der ersten Ergebnisseite erscheinen wollt. Dazu müsst Ihr aber die oben genannte Einstellung ändern zu .
- Ihr vergleicht die Performance Eurer Anzeigen nicht. Die Arbeit ist nicht getan, wenn eine Anzeige aufgeschaltet ist. Wenn Ihr mit AdWords Erfolg haben wollt, lohnt es sich, am Anzeigentext zu feilen. Hier macht es uns Google wirklich einfach. Ihr könnt für eine Kampagne mehrere Anzeigen schalten und deren Leistungen vergleichen. Erstellt also für eine Leistung oder ein Angebot mehrere Anzeigen mit verschiedenem Text und vergleicht sie unter einander. So findet Ihr heraus, was Eure Kunden am meisten anspricht und wo sie lieber die Finger davon lassen.
Welche Fehler habt Ihr bei Euren ersten Kampagnen mit AdWords gemacht, welche (Anfänger-)Fehler sollte man noch vermeiden? Freue mich auf Eure Kommentare!




9 comments
Kommentar by Markus on 12. Oktober 2009 at 14:18 (Quote)
Hmm irgendwie werd ich immer noch nicht schlau aus Adwords. Ich denke echt solangsam das man sich da wirklich viel Zeit nehmen muss und das dann eingebunden wird in den täglichen Ablauf.
Kommentar by Claudia Wehrli on 12. Oktober 2009 at 14:39 (Quote)
Hi Markus
Ja, das glaube ich auch… wir fahren jetzt dann bald unsere erste “richtige” Kampagne mit AdWords, dann werden wir ja sehen, ob und wie sich das ganze lohnt…
Kommentar by Mike on 12. Oktober 2009 at 15:28 (Quote)
Hallo Claudia,
wir haben zwar diese drei Fehler nicht begangen, dafür haben wir am Anfang etwas anderes grundsätzlich falsch gemacht:
Wir hatten in den Anzeigengruppen viel zuviele Keywords aufgenommen und die Landing Page nicht auf die Keywords abgestimmt. Nicht geschaltete Anzeigen bzw. hohe Klickpreise waren die Folge.
Doch zum Glück merkt man sowas ziemlich schnell, wenn man Fehler Nr. 3 vermeidet.
Viele Grüße,
Mike
Kommentar by Claudia Wehrli on 12. Oktober 2009 at 16:42 (Quote)
Hallo Mike
Vielen Dank für Deinen Kommentar! Habt Ihr die Zielseiten für Websitebesucher, die über AdWords kamen extra für diesen Zweck erstellt, oder habt Ihr bereits existierende Zielseiten für diese Besucher optimiert?
Liebe Grüsse Claudia
Trackback by kledy.de on 12. Oktober 2009 at
AdWords: die 3 grössten Anfängerfehler: Das Marketing-Experiment…
Mit Google AdWords kann man viel erreichen, aber auch unnötig Geld verlieren. Dieser Artikel setzt sich mit den 3 grössten Anfängerfehlern auseinander und zeigt, wie man sie verhindern kann….
Kommentar by Mike on 14. Oktober 2009 at 08:38 (Quote)
Unsere Zielseiten gab’s schon vor Adwords. Wir haben sie nur etwas umprogrammiert, damit sie sich automatisch den Anzeigen (z.B. verändert sich die Überschrift) anpassen. Die Conversion – wir verwenden AdWords, um unseren Newsletter zu bewerben – konnten wir so erheblich steigern.
Übrigens habe ich heute morgen noch einen Artikel zum Thema entdeckt:
http://www.makepeacetotalpackage.com/tyler-huston/10-worst-adwords-campaign-mistakes.html
Kommentar by Claudia Wehrli on 14. Oktober 2009 at 10:34 (Quote)
Super, danke für die Antwort und den Link
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Kommentar by Rosenbote on 2. November 2009 at 11:17 (Quote)
Fehler kann man viele machen, ich habe aber das Gefühl das der ROI irgendwie nicht hinhaut, zumal das nicht meine erste Adwords Kampagne ist. OK, muss nicht für alle stimmen, aber irgendwie bekomme ich es nicht hin, vllt gibt es noch mehr Fehler die man vermeiden sollte…
Kommentar by Claudia Wehrli on 2. November 2009 at 13:37 (Quote)
Hallo Rosenbote,
Danke für Deinen Kommentar. Auch ich muss gestehen, dass ich von unserer ersten “richtigen” Kampagne mehr als enttäuscht bin. Mehr dazu dann in einem der nächsten Artikel. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die “Bannerblindheit” vieler Internetuser immer mehr auch auf die AdWords-Anzeigen ausdehnt. Ich zumindest klicke lieber die “richtigen” Suchergebnisse an, als die Anzeigen, die zum Suchbegriff passen…
Vielleicht macht auch hier Übung den Meister, aber dazu fehlt mir schlichtweg die Zeit.